print page print page
AP4.3

AP 4.3 Wechselwirkungen zwischen Nordatlantik und Nordwesteuropäischem Schelfmeer unter Verwendung realistischer Randbedingungen im Bereich der Schelfkante

T. Pohlmann, J. Backhaus, H. Klein, S. Dick

Dieses Projekt soll den Einfluss von Schwankungen in der Nordatlantikzirkulation und von Änderungen des lokalen atmosphärischen Antriebs auf die Variationen von physikalischen Parametern in der Nordsee auf Zeitskalen von Monaten bis zu Dekaden untersuchen. Insbesondere werden die Auswirkungen der globalen Erwärmung und des damit verbundenen Anstiegs des Meeresspiegels sowie von dekadischen atmosphärischen Schwankungen  (NAO) auf Änderungen des Wasserstandes, der Zirkulation, und der Hydrographie (Salzgehaltes und Temperatur) der Nordsee untersucht. Diese Untersuchungen zum Einfluss des Nordatlantiks auf die Zirkulation der Nordsee und auf Extremereignisse wie Sturmfluten sind von großer Relevanz  insbesondere für die operationelle Modellierung, wie sie vom Bundesamt für
Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) betrieben wird. Insbesondere soll dieses Projekt die zukünftige Schnittstelle definieren zwischen dem operationellen BSH Modellen und den klimabezogenen Atlantiksynthesen.

Alle Untersuchungen im AP 4.3 sollen sich auf Rekonstruktionen der letzten 50 Jahre beziehen. Um diese retrospektiven Untersuchungen so realitätsnah wie möglich durchführen zu können, soll das Schelfmodell HAMSOM mit dem atlantischen bzw. globalen Ozean- Modellen GECCO und MPIOM gekoppelt werden. Die numerischen Methoden des Modellnestings sind jedoch noch nicht soweit ausgereift, dass ein allgemeiner, optimaler Kopplungsalgorithmus bekannt ist. Eine Evaluierung der Modellkopplung muss daher ein erster Teil dieser Untersuchung sein, wobei in AP 4.3 die Kopplung für aktuelle Zeiträume im Mittelpunkt steht.

Die Validation der Rekonstruktionen soll mithilfe der am BSH verfügbaren hydrographischen Nordseedaten erfolgen. Ein wichtiger Bestandteil dieses Datensatzes ist die seit 1998 jährlich durchgeführte Großaufnahme der Nordsee auf 7 breitenparallelen Schnitten zwischen 53° und 60°N und einem Abstecher bis zum Eingang des Englischen Kanals. Ferner stehen lange Zeitreihen an den Stationen des vom BSH betriebenen Messnetzes MARNET zur Verfügung, die zum Teil direkt an langjährige Feuerschiffsbeobachtungen Nordatlantik AP 4.3 Wechselwirkungen Atlantik-Schelf anknüpfen. Diese Daten werden in mehreren Tiefen erfasst und stündlich an das BSH übermittelt.

typo3 by akea
Open Source Web Design - original design by tri-star web design