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AP1.2

AP1.2 Die Rolle des Äquatorialen Atlantiks als Schlüsselregion für Klimaschwankungen im Atlantischen Raum

P. Brandt, C. Böning, M. Latif, L. Stramma, N. Keenlyside, A. Funk, V. Hoffmann, S. Hüttl, J. Lübbecke

Das Hauptziel dieses Projektes  besteht darin, ein besseres Verständnis der Rolle des tropischen Atlantiks für Klimaschwankungen im atlantischen Raum zu erlangen. Es werden Schwankungen der ozeanischen Zirkulation und deren Auswirkungen auf die oberflächennahe Wärmebilanz untersucht. In diesem Zusammenhang sind sowohl die zonale äquatoriale Zirkulation als Teil der flachen Subtropisch - Tropischen Zellen (STCs) als auch der Warmwasserpfad der beckenweiten Meridionalen Umwälzzirkulation (MOC) im zentralen tropischen Atlantik von besonderem Interesse. Schwankungen dieser Zirkulation sind auch von großer Bedeutung  für die äquatorialen Auftriebsgebiete und insbesondere für die atlantische Kaltwasserzunge. Anomalien der Meeresoberflächentemperatur (SST) im Bereich der Kaltwasserzunge sind verbunden mit Niederschlagsschwankungen im atlantischen Raum und tragen folglich wesentlich zur tropischen atlantischen Variabilität (TAV) bei.

Die Zielsetzungen dieses Projektes erfordern eine starke Verzahnung von Beobachtungsprogramm und Modellierung. Kernstück des Messprogramms zur Untersuchung der Rolle des Ozeans für SST-Schwankungen sowie Warmwasseranomalien im zentralen tropischen Atlantik sind ein Verankerungsarray am Äquator, begleitet von Schiffsmessungen und Messungen mit profilierenden Gleitern entlang festgelegter Schnitte. Die ersten Feldarbeiten wurden mit der Auslegung des Verankerungsarrays bei 23°W während der Meteor-Reise M68/2 im Juni/Juli 2006 durchgeführt. Simulationen und Fallstudien mit einem beckenweiten hochauflösenden Ozeanmodell sollen weitere Aufschlüsse über die raumzeitlichen Strukturen und Erzeugungsmechanismen der TAV geben. Mit Hilfe eines globalen Ozean - Atmosphärenmodells werden schließlich die Auswirkungen und Vorhersagbarkeit von TAV untersucht. >>mehr siehe IFM Geomar

Abb.1: Typisches Muster von sommerlichen Niederschlagsanomalien im Bereich des tropischen Atlantiks (1. EOF des Juni-August Niederschlages vom GPCP  Global Precipitation Climatology Project) 1979-2001, dunkle Konturlinien in  mm/Tag). Die Juni-August Oberflächentemperaturanomalien (Farbskala mit Konturlinien alle 0.2°C) und Oberflächenwindanomalien (Pfeile mit Längenskala) wurden durch eine Regression mit der Zeitserie der Niederschlags-EOF bestimmt (aus Chang et al., 2006).

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